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Das amerikanische Schulsystem
Das amerikanische Schulsystem
In den Vereinigten Staaten wird das Schulsystem nicht zentral vom Bund gesteuert, sondern von den einzelnen Bundesstaaten und lokalen Schulbezirken. Auch in einer Kleinstadt wie Hawkins legt der örtliche School District fest, wie Schulen organisiert sind. Dennoch folgt das System landesweit einer ähnlichen Struktur, die den meisten Einwohnern vertraut ist.

Elemetary School
Die Schulzeit beginnt meist mit der Elementary School, die auf Kinder im Alter von 5 bis etwa 11 Jahren ausgerichtet ist. Sie umfasst in der Regel den Kindergarten sowie die Klassen 1 bis 5.

  • Kindergarten: ca. 5–6 Jahre
  • 1. Klasse: ca. 6–7 Jahre
  • 2. Klasse: ca. 7–8 Jahre
  • 3. Klasse: ca. 8–9 Jahre
  • 4. Klasse: ca. 9–10 Jahre
  • 5. Klasse: ca. 10–11 Jahre

  • In der Elementary School bleiben die Kinder meist in einem Klassenraum und haben eine feste Lehrkraft. Unterrichtet werden grundlegende Fächer wie Lesen, Schreiben, Mathematik, Naturkunde und Sozialkunde. Der Schultag beginnt oft mit dem Pledge of Allegiance*, gefolgt von einem klar geregelten Tagesablauf und einer gemeinsamen Mittagspause in der Cafeteria.

    Middle School
    Nach der fünften Klasse wechseln die Schüler auf die Middle School oder Junior High School, die Jugendliche im Alter von etwa 11 bis 14 Jahren unterrichtet. Sie umfasst gewöhnlich die Klassen 6 bis 8.

  • 6. Klasse: ca. 11–12 Jahre
  • 7. Klasse: ca. 12–13 Jahre
  • 8. Klasse: ca. 13–14 Jahre

  • Hier ändert sich der Schulalltag spürbar. Die Schüler haben verschiedene Lehrer für unterschiedliche Fächer und wechseln zwischen Klassenräumen. Typische Fächer sind Englisch, Mathematik, Geschichte, Naturwissenschaften, Sport sowie Wahlfächer wie Musik oder Werken. Spinde säumen die Flure, Cliquen bilden sich, und soziale Hierarchien werden zunehmend wichtiger.

    High School
    Die High School ist die letzte Stufe und richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von etwa 14 bis 18 Jahren. Sie umfasst die Klassen 9 bis 12.

  • 9. Klasse (Freshman): ca. 14–15 Jahre
  • 10. Klasse (Sophomore): ca. 15–16 Jahre
  • 11. Klasse (Junior): ca. 16–17 Jahre
  • 12. Klasse (Senior): ca. 17–18 Jahre

  • In der High School wird der Unterricht anspruchsvoller und stärker auf die Zukunft ausgerichtet. Neben Pflichtfächern wählen die Schüler sogenannte Electives, zum Beispiel Chemie, Informatik, Theater, Journalismus oder Fotografie. Sport hat einen hohen Stellenwert, insbesondere Football, dessen Spiele am Freitagabend das gesellschaftliche Leben der Stadt prägen.

    Notvergabe und Abschluss
    Noten werden mit Buchstaben von A bis F vergeben. Gute Leistungen sind wichtig für Schüler, die ein College besuchen wollen. Am Ende der 12. Klasse steht die Graduation, bei der die Schüler ihr High-School-Diplom erhalten, oft begleitet von feierlichen Reden, Talaren und Blitzlichtkameras.

    Pledge of Allegiance
    Der Pledge of Allegiance ist ein kurzes Treuegelöbnis auf die Vereinigten Staaten, das in vielen amerikanischen Schulen traditionell zu Beginn des Schultages gesprochen wird. Besonders 1991 gehört er in Orten wie Hawkins noch ganz selbstverständlich zum Morgenritual.

    Der Text lautet:

    “I pledge allegiance to the Flag of the United States of America,
    and to the Republic for which it stands,
    one Nation under God, indivisible,
    with liberty and justice for all.”

    Kurz nach dem ersten Gong stehen die Schüler in ihren Klassenräumen auf, wenden sich zur amerikanischen Flagge, die an der Wand hängt oder über die Lautsprecher angekündigt wird, legen die rechte Hand aufs Herz und sprechen den Text gemeinsam. Danach beginnt der Unterricht, als wäre nichts Besonderes passiert.

    Die Teilnahme ist rechtlich freiwillig. Schüler dürfen den Pledge nicht gezwungen werden zu sprechen oder aufzustehen. In der Praxis, besonders Anfang der 1990er in konservativeren Gegenden, macht ihn jedoch fast jeder mit. Wer sitzen bleibt, fällt auf. Und auffallen ist in einer amerikanischen Schule selten eine gute Idee.

    Der Pledge soll Patriotismus, nationale Einheit und Loyalität vermitteln. Für viele Kinder ist er reine Routine, etwas, das man automatisch aufsagt, noch halb im Schlaf. Andere empfinden ihn als ernstes Bekenntnis, wieder andere als unangenehmen Gruppenzwang. Die Worte sind alt, aber ihr Echo hängt jeden Morgen kurz im Raum, bevor Hefte aufgeschlagen und Tests ausgeteilt werden.